Nach Favoriten – weder Passivität noch Rassismus

Drei Tage lang kam es in Favoriten zu Angriffen gegen Linke und kurdische Gruppen. Höhepunkt war der Donnerstagabend, als 300 türkische Nationalisten das EKH attackierten. Dank der schnellen Solidarisierung von Antifaschist_innen konnten weitere Angriffe abgewendet werden.

Doch es besteht Unsicherheit darüber, wie Solidarisierung geäußert werden kann, ohne gleichzeitig antitürkischen Rassismus zu bedienen.

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Wie antimuslimischer Rassismus die Ausgrenzung von Türk*innen verstärkt

Seit der Zuwanderung türkischer Arbeiter*innen in den 60er Jahren hat sich viel geändert: Am Anfang als Arbeitskraft willkommen geheißen, dann Konkurrent am Arbeitsmarkt und schließlich als rückständig und nicht integrierbar verunglimpft. Für die türkische Community ist es nie leicht gewesen, aber jetzt scheint es unmöglich,Vorurteilen und Rassismus zu entkommen. Arbeiter*innen aus dem ehemaligen Jugoslawien haben bis in die 90er eine ähnliche Geschichte. Auch in den 80er und 90er waren sie ungeliebte Konkurrenz am Arbeitsmarkt. Mit den Flüchtlingen aus den Kriegen zwischen Serbien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Kosovo wurde Stimmung gegen Jugoslaw*innen gemacht. Heute ist es antimuslimischer Rassismus, der Ausgrenzung und Benachteiligung von Türk*innen verstärkt, die in Österreich leben.

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